Alle Fotos auf Flare

Palästina im Panorama

hallo

© Andy Spyra

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„Obwohl ich zum ersten Mal in Palästina war, fühlte ich mich direkt mit der Situation vertraut: Soldaten, Waffen, Checkpoints, Attacken, Unterdrückung, Frust und eine unsichtbare, dünne Schicht aus Angst, die über dem Alltag der Menschen liegt. All das hat in mir das gleiche Gefühl der Hilflosigkeit verursacht wie in Kaschmir. Die Westbank ist emotional und visuell ein spannender Ort voller Energie und Vielfalt, an dem immer noch Geschichte geschrieben wird. “

Andy Spyra, Jahrgang 1984, arbeitet als freier Fotograf. Seine Kaschmir-Serie „Valley of Tears“ ist mehrfach ausgezeichnet worden. Flare hat von ihm bereits Report from a crisis region: A bloody day in Kashmir sowie das Interview „Mut, an die eigenen Geschichten zu glauben“ veröffentlicht. Weitere seiner Bilder sind auf andyspyra.com zu sehen.

Calavera Queens

© Henning Kretschmer

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„Die Bilder sind in Deutschlands erstem Burlesque Club, dem Queen Calavera in Hamburg entstanden. Um das Publikum zu unterhalten, spielen die Burlesque-Tänzerinnen in ihren Shows immer wieder unterschiedliche Charaktere. Mich interessieren die Personen, die dahinter stecken.

Zuerst hatte ich für eine andere Serie nur ein Portrait gemacht. Das hat mir aber so gut gefallen, dass ich angefangen habe, weitere Tänzerinnen zu portraitieren. Mittlerweile begleite ich manche von ihnen auch außerhalb der Shows mit der Kamera. Die Serie ist noch in Arbeit und wird wohl Ende des Jahres fertig werden.“

Henning Kretschmer, Jahrgang 1985, studiert Kommunikationsdesign an der HAW Hamburg. Mehr von ihm gibt’s hier.

Sechs Fäuste für Neukölln

hallo

© Timo Nowack

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Ich fotografiere gerne raue Typen. Kirmesarbeiter, Fischer, Demonstranten, die von Polizisten zu Boden gedrückt werden. Am liebsten in schwarz-weiß. Im Herbst 2007 war ich in Berlin auf der Suche nach einem Reportagethema. Ich entschied mich, harte Typen in einem harten Stadtteil zu fotografieren: Boxer in Neukölln. Nach dem Training der Männer kamen drei junge Frauen in die Halle. Als ich sie im Ring sah, wusste ich, was mein wirkliches Thema ist.

In den folgenden drei Wochen begleitete ich Yana Kultysheva und die Schwestern Helena und Natali Kalinowski beim Training und bei den Deutschen Amateurmeisterschaften, die gerade stattfanden, ohne dass ich vorher davon gewusst hätte. Glück muss man eben haben. Alle drei Mädchen holten in ihrer Gewichtsklasse den Titel. Warum es in der ganzen Serie kein Foto von den Meisterboxerinnen in Siegerpose gibt? Weil ich am Finaltag zu einer Hochzeit musste, privat. Es kann ja nicht alles klappen.

Aber das ist auch gar nicht so wichtig. Eigentlich bin ich Schreiber. Doch in diese Serie habe ich mehr Zeit und Arbeit investiert als in jede Textreportage. Und auch wenn Siegerfotos ebenso fehlen wie eine starke Detailaufnahme, mag ich die Strecke als Gesamtwerk mehr als fast alle meine Artikel. Besonderer Dank dafür geht an Sebastian Bolesch und Marc Steffen Unger.

Timo Nowack, Jahrgang 1980, arbeitet als Textjournalist in Leipzig und ist Gründer und Betreiber von Flare. Seine eigenen Fotos mag er in schwarz-weiß am liebsten.

Transsicht NYC

hallo

© Jewgeni Roppel

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„Wie ein Dschungel aus Beton ist die Stadt ein Konglomerat aus Menschen, Gebäuden, Straßen, Plätzen, Tag und Nacht. Hier herrscht Bewegung in einem Kontrast aus Einsamkeit, Geselligkeit und Toleranz, in einem Zusammenleben in Glück, Elend und Distanz. In meiner Mehrfachbelichtungsreihe Transsicht versuche ich, elementare Eindrücke im urbanen Raum in einem Bild zu verschmelzen, um die Mannigfaltigkeit und Mehrdeutigkeit einer Stadt zu zeigen. In dieser Serie geht es um die Weltstadt an der Ostküste der Vereinigten Staaten: New York City. Während meines einjährigen Aufenthalts in den USA habe ich in diversen Großstädte fotografiert. Aus den Bildern entsteht zurzeit ein Buchprojekt, das Ende des Jahres fertig sein soll.”

Jewgeni Roppel, Jahrgang 1983, studiert Visuelle Kommunikation an der HAWK in Hildesheim. Seit 2004 ist er Autodidakt in angewandter und freier Fotografie. Mehr auf jr-vues.com

Lebendig begraben

hallo

© Joscha Bruckert

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„Taphephobie ist die Angst, lebendig begraben zu werden. Auf diese Krankheit bin ich auf der Suche nach einem Semesterarbeitsthema gestoßen. Ich habe mich mit der Frage beschäftigt, inwieweit Material und Motiv zusammenhängen können und sollen und wie eine ungewöhnliche Gewichtung von beidem erzeugt werden kann. Darum habe ich nach prominenten Taphephobie-Kranken gesucht und sie portraitiert, indem ich ihre Gesichter mit Erde nachgelegt habe. Die Erde war stets ihre größte Angst und ist inzwischen zu ihrem Grab geworden – in meinen Bildern ist sie damit Thema, Motiv und Material zugleich. Zu sehen sind Edgar Allen Poe, Hans Christian Andersen, Alfred Nobel, Dostoijewski und Gogol.”

Joscha Bruckert, Jahrgang 1987, studiert Fotografie an der FH Dortmund und ist Herausgeber des Fotomagazins Romka. Mehr von ihm gibt es auf joschabruckert.de und bei flickr.

Das war Flare 2008

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Autonome auf den Barrikaden, stille Schönheit am Polarkreis und eine Handvoll Superhelden – die Bilder der Flare-Galerie 2008 sind so abwechslungsreich wie beeindruckend. Zum Abschluss des Jahres zeigen wir noch einmal alle Highlights.
Klick einfach auf ein Bild, um zur dazugehörigen Fotostrecke zu gelangen.

Allen Lesern, Kommentatoren, Helfern und besonders allen Fotografen und Fotografinnen, die uns 2008 unterstützt haben, sagen wir ein herzliches Dankeschön. Haltet Flare die Treue, freut euch auf neue fotografische Leckerbissen 2009 und startet gut ins neue Jahr.

Et år i Norge

hallo

© Doreen Fräßdorf

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„In Norwegen habe ich oberhalb des Polarkreises im Auto übernachtet, Elche auf der Straße gesehen und Rentiere mit der Kamera verfolgt. Ich war am östlichsten Punkt des Landes und im wohl schönsten und abgelegensten Dorf mit weißem Sandstrand. Wie gerne wäre ich dort geblieben. Dort, wo nichts außer Flechten wächst und Möwen fliegen. Die Serie ‘Et år i Norge’ (’Ein Jahr in Norwegen’) ist während meines Auslandssemesters und diverser Reisen durch das Landesinnere Norwegens entstanden.“

Doreen Fräßdorf, Jahrgang 1983, studiert Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Marburg. Mehr auf sickgirl.de

Deathwood

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© Andreas Fankhauser

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„Die säuberlich präparierten Überreste eines in Freiheit lebenden Tieres tragen Arvenholz als Halsprothese. Sie schmücken des Weidmanns Wände, zeugen vom Triumph über das Tier. Schönheit und Stärke der Lebenswesen weichen einer beschämenden Nacktheit, das Gefühl des Erhabenen schwindet täglich. Der strahlend weiß gebleichte Schädelknochen beginnt allmählich zu vergilben, Spinnweben und Staub überziehen die Gehörne und das teils vorhandene Fell. Einzig der täglich variierende Schattenwurf erinnert an die glorreichen, von Leben erfüllten Zeiten.

War es das wirklich wert?“

Andreas Fankhauser, 26, mit Vorliebe fürs quadratische Bildformat, schwarz-weiß dominiert. Klassische Streetfotografie, in der ein Hauch von Architektur mitschwingt. Mehr auf sechsmalsechs.com sowie Abandoned (Part 1) und Abandoned (Part 2).

Winter Nights

hallo

© Hannes Jung

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“Heimat – das ist für mich eine Kleinstadt in Norddeutschland. Der Winter hier besteht selten aus weißen Tagen, eher ist er neblig, kalt und regnerisch. Die Menschen ziehen sich in ihre Häuser zurück. Der Gegensatz zwischen unwirtlicher, fast trostloser Außenwelt und den hellen Lichtpunkten der Häuser, die Wärme und Leben ausstrahlen, hat mich inspiriert.”

Hannes Jung, 22, studiert Fotografie an der FH Hannover. Mit seiner Serie „Winter Nights“ gehört er zu den Preisträgern des Deutschen Jugendfotopreises 2008. Mehr von ihm gibt’s auf
hannesjung.com

Little Birdie

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© Marie Hochhaus

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„Wir sind so kurz Kind und so lange erwachsen. Die Zeit, in der uns unsere Kleider immer kleiner und unsere Träume immer größer werden, fasziniert mich. Erwachsen spielen und Kind sein, davon handelt diese Serie.“

Marie Hochhaus, 21, fotografiert seit 2005. Sie studiert Visuelle Kommunikation an der HAW Hamburg. Weitere ihrer Fotos gibt es auf mariehochhaus.de

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