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Pulitzer-Preise 2012: Craig F. Walker erneut ausgezeichnet
Craig F. Walker von der Denver Post ist Gewinner des Pulitzer-Preises 2012 in der Kategorie “Feature Photography” . Die Jury ehrte ihn für seine Reportage “Welcome Home”. Darin dokumentiert der Fotograf das Leben des amerikanischen Irak-Krieg-Veteranen Brian Scott Ostrom, für den der Kampf in der Heimat weitergeht – in Form von posttraumatischen Belastungsstörungen.
Walker war bereits im Jahr 2010 in dieser Kategorie ausgezeichnet worden. Damals hatte er den jungen Ian Fisher von der Aufnahme ins US-Militär bis hin zum Einsatz im Irak und zurück begleitet – insgesamt 27 Monate lang.
In der Kategorie “Breaking News Photography” prämierte die Pulitzer-Jury 2012 Massoud Hossaini von der Nachrichtenagentur AFP für sein “herzzerreißendes Foto” eines vor Angst schreienden Mädchens nach einem Selbstmordattentat in Afghanistan.
Die Pulitzer-Preise sind eine der bedeutendsten Auszeichnungen für Journalisten, Literaten und Künstler in den USA und werden bereits seit 1917 vergeben.
Die Sieger der vergangenen Jahre:
Blut und Tränen: Die Pulitzer-Preise 2011
Pulitzer-Preise 2010: Ein Teenager in der US-Army
Pulitzer-Preise 2009 vergeben
Die Sieger 2012 bei Twitter:
@CraigFWalker
@Massoud151
Robert Doisneau zum 100. Geburtstag mit Google Doodle geehrt
Heute wäre Robert Doisneau 100 Jahre alt geworden. Anlässlich dieses Jubiläums ehrt Google den Fotografen mit einem Google Doodle, einer Abwandlung des eigenen Logos auf der Startseite der Suchemaschine.
Zu sehen sind vier Schwarz-Weiß-Bilder des Franzosen, in die die Buchstaben des Wortes Google eingebaut sind – darunter auch das berühmte Kuss-Foto Doisneaus. Das Bild aus dem Jahr 1950 zeigt ein junges Paar in Paris, das sich küsst.
Obwohl es auf den ersten Blick wie ein Straßenschnappschuss aussieht, ist das romantische Motiv gestellt: Doisneau hatte zwei junge Schauspielschüler getroffen, die sich für das Bild in Pose warfen.
“Ein Fotoreporter ist für mich jemand, der den gestressten Zeitgenossen an die Hand nimmt und ihm das Schauspiel des Alltags auf den Straßen zeigt”, zitiert Deutschlandradio Kultur Doisneau. “Dabei wird der Fotoreporter seine Vision der Realität vorführen. Die Straße ist für mich das beste Fotostudio, das man haben kann.”
Doisneau starb 1994 in Paris.
Links:
Atelier Robert Doisneau
Wikipedia-Eintrag zu Robert Doisneau
Deutschlandradio Kultur zum Doisneau-Jubiläum
Alle Google-Doodles im Überblick
Video: Kony 2012

Das hier hat nicht direkt mit Fotografie zu tun, scheint mir aber dennoch wichtig: Die Organisation Invisible Children ruft zur Aktion Kony 2012 auf. Ihr Ziel: über soziale Netzwerke, Staßenaktionen und andere Wege den ugandischen Warlord Joseph Kony bekannt zu machen und so den Druck auf die international Politik zu erhöhen, ihn gefangen zu nehmen. Denn neben vielen anderen Verbrechen ist Kony auch verantwortlich für die massive Rekrutierung von Kindersoldaten.
Ob es der richtige Weg ist, etwas gegen diese Rekrutierung zu, wenn US-Experten Ugandas Armee bei der Jagd auf Kony unterstützen, darüber lässt sich mit Sicherheit streiten. Doch auf jeden Fall macht das Video zur Aktion aufmerksam auf die schreckliche Lage von Kindersoldaten und ist alleine daher sehenswert, wie ich finde.
Nebenbei ist interessant, wie schnell sich das Video in den vergangenen Tagen über Facebook und Co. verbreitet hat. Die Vimeo-Statistik zeigt: 8 Aufrufe am 4. März, 58.000 auf 5. März, 2,7 Millionen am 6. März und 8,2 Millionen am 7. März. Dazu kommen aktuell mehr als 21 Millionen Aufrufe bei Youtube.
Wer mit der Aktion Kony 2012 nichts anfangen kann, aber trotzdem mehr über den Missbrauch von Kindern als Soldaten erfahren und sich eventuell dagegen engagieren möchte, findet Informationen auch bei Amnesty International, World Vision und dem Red Hand Day.
Update, 9. März: Hier gibt es mittlerweile einen Artikel, der Kony 2012 scharf kritisiert – unter anderem weil die Aktion das ugandische Militär unterstützt, “das selbst vergewaltigt und plündert”.
Update, 13. März: Kritische Beiträge gibt es mittlerweile ja schon haufenweise. Den Punkt hier finde ich aber noch spannend: “Die Jagd nach Kony sei ‘ein Anlass, den die US-Regierung gern aufnahm, um ihre militärische Präsenz in Zentralafrika zu rechtfertigen’, so Branch. ‘Wie oft erlebt es die US-Regierung, dass Millionen junger Amerikaner einen Militäreinsatz in einer Region fordern, die reich an Öl und anderer Bodenschätze ist?’”
Zehn Tipps gegen den eigenen Ausrüstungsfetisch
Bist du heiß drauf, immer alles über die neusten Kameras zu wissen? Stehst du drauf, die Leistungsmerkmale von Objektiven zu verleichen? Und überlegst du andauernd, wie du einen neuen Body oder eine neue Linse finanzieren kannst?
Eric Kim geht es so, er kennt die Versuchung, ständig neue Fotoausrüstung kaufen zu wollen. Um ihr nicht völlig zu erliegen, hat er für sich und die Leser seines Street Photography Blogs zehn Tipps aufgeschrieben. Sie sollen Fotografen helfen, nicht zu reinen Kamera-Technik-Konsum-Nerds zu degenerieren und sich auf wichtigere Dinge in der Fotografie zu konzentrieren:
1. Erkenne, dass du schwach bist. Das wird dir helfen, Abstand zu gewinnen und der Versuchung zu widerstehen.
2. Schaffe dir physische Beschränkungen, damit du keinen Kram kaufst, den du nicht brauchst. Hilfreich ist zum Beispiel ein Partner, der dir bei deinen Ausgaben auf die Finger schaut und dir im Zweifelsfall den Kopf wäscht.
3. Häng nicht mit Fotoausrüstungsfreaks rum.
4. Beschränke dich auf eine Kamera und ein Objektiv.
5. Überlege dir, was du dir alternativ zur Ausrüstung für das Geld leisten könntest – zum Beispiel Reisen oder Fotobücher – und ob das nicht die bessere Investition wäre.
6. Kauf dir eine analoge Kamera. Davon gibt es nicht ständig neue Modelle und Weiterentwicklungen.
7. Verbringe deine Zeit nicht in Foren, in denen es um Fotoausrüstung geht.
8. Erkenne, dass Schärfe und Bokeh überbewertet sind.
9. Mach dir bewusst, dass du nie zufrieden sein wirst, mit dem, was du hast. Es gibt immer etwas noch besseres und neueres oder etwas, das du zusätzlich haben willst. Wenn du mit deiner Ausrüstung zu 80 Prozent glücklich bist, bleib dabei.
10. Mach dir klar, dass ein Großteil des Ausrüstungsfetischs nur Angeberei ist.
Erics ausführliche Original-Version dieser zehn Tipps findet ihr hier in Englisch. Dabei fällt auf: Obwohl Eric vom ständigen Kamera-Konsum abrät, ist sein Artikel auch eine große Leica-Lobeshymne und -Werbung – der Markenname kommt 28 Mal im Text vor. Vielleicht als erster Test für den Leser, der der Versuchung widerstehen soll …
Once: Foto-Magazin fürs iPad
Seit dem 15. Februar ist die fünfte Ausgabe des Once Magazines für 2,99 Dollar in Apples iTunes erhältlich. Es erscheint monatlich als Publikation für Fotojournalismus auf dem iPad.
Das Magazin soll Fotojournalisten eine neue Finanzierungsmöglichkeit bieten: 50 Prozent der Einnahmen – nachdem Apple seine 30 Prozent abgezogen hat, wie Tech Crunch anmerkt – gehen an die präsentierten Fotografen. Seit dem Start im vergangenen Jahr haben nach Once-Angaben schon mehr als 100.000 Leute eine Ausgabe des Magazins heruntergeladen.
In Ausgabe fünf sind unter anderem Geschichten über eine Mennoniten-Kolonie in Bolivien und chinesische Industrie in Afrika zu sehen. Mehr Infos zum Once Magazine allgemein gibt es auch bei Wired und MSNBC.
Greif-Verlosung: Das sind die Sieger
Die Gewinner unserer Verlosung stehen fest: Über je ein Exemplar der aktuellen Ausgabe des Fotografie- und Literatur-Magazins Der Greif dürfen sich Marvin Radke, Lisa Frischemeier und Christoph Heinlein freuen. Herzlichen Glückwunsch.
Ermittelt haben wir die Sieger per Zufallsgenerator. Wer leer ausgegangen ist, kann das Heft aber im Greif-Online-Shop bestellen.
Für die Teilnahme hatten wir euch nach euren Lieblingsbildbänden gefragt. Dabei stellte sich heraus, dass einer besonders bebliebt ist: Während “Martin Parr” von Martin Parr zweimal und alle anderen Bildbände nur einmal genannt wurden, gaben gleich drei Leute “Story/No Story” von Tobias Zielony als ihren Favoriten an.
Emerge präsentiert Bildband
Die Kollegen von emerge-mag.com wagen sich erstmals in den Printbereich vor: In ihrem Bildband emerge 011 zeigen sie “eine Auswahl der besten jungen journalistischen und dokumentarischen Foto-Arbeiten aus Deutschland”. Unter den 26 präsentierten Fotografinnen und Fotografen finden sich auch Lene Münch, Hannes Jung, Florian Manz und Andy Spyra aus unserer Top Ten unter 30.
Verlosung: Der Greif Nr. 5 zu gewinnen
Das Fotografie- und Literatur-Magazin Der Greif liegt zurzeit in der fünften Ausgabe in den Läden. Auf 100 Seiten sind die Arbeiten von 105 Fotografen und 22 Autoren zu bewundern.
Bei uns habt ihr nun die Möglichkeit, eines der Hefte zu gewinnen – in Zusammenarbeit mit dem Greif-Team verlosen wir drei Exemplare.
Um mitzumachen, postet bis Montag, 13. Februar, 18 Uhr den Namen eures Lieblingsbildbandes (bitte nur einen) unter diesen Beitrag. Unter allen Teilnehmern losen wir dann die Gewinner aus.
Einen Blick in die aktuelle Greif-Ausgabe könnt ihr im Video unten werfen. Außerdem gibt es ein Making of zu sehen.
Wettbewerb
Deutschlands beste junge Fotografen — aus 150 Kandidaten ausgewählt.Zufälliger Beitrag
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